Meine Angebote an Kinder und Jugendliche


Meine Arbeitsweise mit Kindern und Jugendlichen


Begleitung durch schwierige Lebensphasen wie Pubertät

Trennung der Eltern

Trauerarbeit wegen Verlust eines Familienangehörigen durch Tod

Suchtmittelmissbrauch

Schulprobleme

Mobbing

Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsstörungen

Essstörungen

Ängste

Einkoten (Enkopresis)

Einnässen (Enuresis)


Begleitung durch schwierige Lebensphasen wie Pubertät

Die Pubertät bezeichnet eine Übergangsphase zwischen Kindheit und Erwachsenenalter. In dieser Lebensphase stellen sich dem Kind/Jugendlichen folgende Aufgaben:

Entwicklung von Identität, Identifikation, Selbstwert, Individualität, Intimität und Selbstbehauptung.

In dieser Zeit auftretende Krisen entstehen aus Anpassungsschwierigkeiten des Jugendlichen an seine Umwelt auf dem Hintergrund o.g. Entwicklungsaufgaben.



Starke Verunsicherung aufgrund von Trennung der Eltern

Die Trennung der Eltern bringt oftmals eine große Verunsicherung und Veränderung in den Lebensalltag eines Kindes. Hierzu sollten dem Kind Möglichkeiten an die Hand gegeben werden, die Trauer über den Abschied von der Ursprungsfamilie auszudrücken und nach passenden Umgangsmöglichkeiten mit der neuen Situation zu suchen. Das Wechseln zwischen den Lebenswelten der Eltern und auch das Zusammenleben mit neuen Partnern der Eltern mit eventuellen neuen Geschwistern stellt eine enorme Anpassungsleistung an das Kind dar.



Trauerarbeit wegen Verlust eines Familienangehörigen durch Tod

Die emotionalen Bedürfnisse von Kindern, die durch den Tod eines Familienmitgliedes betroffen sind, gehen in einer trauernden Familie oft unter. Dem trauernden Kind kann mit Hilfe von Ritualen, inneren Bildern und Geschichten geholfen werden, seine Trauer besser zu verarbeiten. Das verstorbene Familienmitglied kann so im eigenen Leben auf eine individuelle Weise integriert werden, was das Kind als tröstlich und hilfreich erfahren kann.



Suchtmittelmissbrauch

z.B. Drogen, Alkohol, Medien (Fernsehen, Internet, Computerspiele, Chatten, etc.). Aufgrund des Suchtmittelmissbrauchs entziehen sich die Kinder/Jugendlichen den gegebenen Anforderungen der Realität und isolieren sich zunehmend.



Schulprobleme

Leistungsverweigerung/Schulverweigerung

Hierbei ist es dem Kind/Jugendlichen nicht möglich, die Schule zu besuchen oder den Schultag durchzuhalten und die geforderten Leistungen zu erbringen. Hierzu zählen auch Kinder/Jugendliche, die den Schulbesuch völlig eingestellt haben oder die Schule mit körperlichen Beschwerden oder aus mangelnder Motivation nach kurzer Zeit wieder verlassen.

Schulangst/Schulphobie

Bei der Schulangst stehen starke Ängste vor schulischen Leistungsanforderungen, vor Lehrern oder Mitschülern im Vordergrund. Bei der Schulphobie handelt es sich in erster Linie um eine Angst vor der Trennung der Eltern.



Mobbing

Hierunter versteht man die systematische, gerichtete und dauerhafte Ausübung negativer Handlungen auf eine einzelne Person. Die gemobbte Person fühlt sich ausgeliefert, ohnmächtig und kann sich immer schwerer wehren.



Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsstörungen

Ein Fallbeispiel:
Der 10-jährige Tim wird beim Kinderarzt wegen ständiger disziplinarischer Probleme in der Schule vorgestellt. Er gehe in die dritte Klasse, könne nicht sitzen bleiben und laufe deshalb ständig in der Klasse herum. Er melde sich fast nie, rufe häufig dazwischen und müsse auch wegen seines Schwätzens dauernd ermahnt werden. In den Pausen komme es immer wieder zu Prügeleien. Zu Hause sei Tim ebenfalls extrem anstrengend, die Hausaufgaben würden sich unter großen Streitereien meist über den ganzen Nachmittag hinziehen. Er habe auch viele Konflikte mit seinen Geschwistern, weil er ihnen auf die Nerven gehe und immer wieder Dinge von ihnen zerstöre, teils aus Versehen, teils im Impuls mit Absicht.

Die ADHS ist gekennzeichnet durch eine extreme motorische (bewegungsbezogene) Unruhe und Getriebenheit, die in vielen Situationen auftritt, z.B. in Form von herumlaufen, reden, lärmen und zappeln. Daneben zeigen die Betroffenen eine gestörte Aufmerksamkeit in Form von extrem leichter Ablenkbarkeit, geringer Konzentrationsfähigkeit und häufigem Wechsel der Tätigkeit. Dazu kommt eine gestörte Impulskontrolle, d.h., die Kinder können sich in jeder Hinsicht schwer "zusammenreißen" und haben wenig Frustrationstoleranz. Die Symptome beginnen in den ersten fünf Lebensjahren und überdauern zeitlich, bei ca. einem Drittel besteht die Störung auch noch im Erwachsenenalter. Durch die Unaufmerksamkeit kommt es relativ häufig zu Gefährdungen und Unfällen, außerdem bekommen die betroffenen Kinder häufig soziale Probleme, da sie in Konflikte mit Mitschülern, Lehrern etc. geraten. Im Jugendalter verringert sich meistens die motorische Unruhe, während die erhöhte Impulsivität und verringerte Aufmerksamkeit bestehen bleiben, so dass das Risiko für Drogenkonsum, Verkehrsunfälle und Delinquenz erhöht ist.

Etwa 3-5% aller Kinder sind betroffen, Jungen etwa 3 - 8 mal so häufig wie Mädchen. Die Herkunft der Störung ist nicht ganz klar, neben genetischen Faktoren spielen möglicherweise Geburtskomplikationen und Veränderungen im Gehirnstoffwechsel eine Rolle. Therapiert wird die ADHS zum einen durch einen konsequenten Erziehungsstil und entsprechende pädagogische Maßnahmen. Daneben kommt häufig als Medikament Methylphenidat (Ritalin®) zur Anwendung, dies wird aktuell als effektivste Behandlungsmethode betrachtet. Emotionale Belastungen und andere Komorbiditäten begründen ein psychotherapeutisches und familientherapeutisches Vorgehen.

Quelle: Gitta Jakob (www.psychiatrie.de)



Essstörungen

Die Adipositas (Fettleibigkeit) im Kindes- und Jugendalter ist ein wachsendes Problem in unserer Gesellschaft, von dem Kinder aus niedrigeren Gesellschaftsschichten stärker betroffen sind. Dies ist insofern bedenklich, als adipöse Kinder meist auch als Erwachsene übergewichtig bleiben, mit allen damit zusammenhängenden Folgeproblemen wie Herzerkrankungen, orthopädischen Problemen, Diabetes etc. Die Anorexia nervosa (Magersucht) beginnt sehr häufig im Jugendalter, viele kinder- und jugendpsychiatrische Einrichtungen sind auf die Behandlung dieser Störung spezialisiert. Die Bulimie (Ess-Brechsucht) dagegen tritt oft erst in der Folge einer Anorexie auf und wird daher meist erst bei älteren Jugendlichen behandelt.

Quelle: Gitta Jakob (www.psychiatrie.de)



Ängste

Ängste sind v.a. im Kindesalter ein relativ häufiges Phänomen.
Viele Kinder zeigen Angst vor bestimmten Situationen oder Objekten (sog. "phobische Ängste"), z.B. vor Gewittern, vor Hunden oder vor der Dunkelheit. Bei 2 - 9% aller Kinder sind die phobischen Ängste so stark ausgeprägt, dass die Diagnose einer Phobie gestellt werden kann. Neben den phobischen Ängsten ist die Trennungsangst die wichtigste Angststörung des Kindes- und Jugendalters, unter der 3 - 5% aller Kinder leiden. Die betroffenen Kinder weigern sich, ihre Bezugspersonen zu verlassen bzw. leiden unter großen Ängsten, wenn sie dies doch tun. Das führt in der Regel zum Verweigern des Schulbesuches.

Quelle: Gitta Jakob (www.psychiatrie.de)



Einkoten (Enkopresis)

Von Enkopresis wird gesprochen, wenn ein Kind wiederholt und unwillkürlich einkotet oder seinen Stuhl an dafür nicht vorgesehenen Stellen absetzt. Bei 7 - 8-jährigen Schulkindern sind ca. 1,5 - 3% betroffen, Jungen doppelt so häufig wie Mädchen. Im Rahmen der Diagnostik muss auf jeden Fall ausgeschlossen werden, dass eine körperliche Erkrankung als Ursache vorliegt. Therapeutisch müssen ggfs. zunächst Abführmittel eingesetzt werden, um den Stuhlgang zu normalisieren, da viele Kinder mit Enkopresis den Stuhl so stark verhalten, dass es zu Verstopfung kommt.

Quelle: Gitta Jakob (www.psychiatrie.de)



Einnässen (Enuresis)

Von einer Enuresis wird gesprochen, wenn Kinder im Alter von mehr als 5 Jahren noch regelmäßig einnässen, ohne dass dafür organische Ursachen vorliegen. Dabei lassen sich die nächtliche Enuresis sowie die Enuresis tagsüber voneinander unterscheiden. Während von der nächtlichen Enuresis ca. 11% der Kinder betroffen sind, wobei die Jungen überwiegen, tritt die Enuresis tagsüber sehr viel seltener und verstärkt bei Mädchen auf. Die Enuresis ist vermutlich zum großen Teil vererbt, psychosozialer Stress spielt dafür jedoch auch eine Rolle. Sie kann z. B. mit einem verhaltenstherapeutischen Programm behandelt werden, wobei für die nächtliche Enuresis v.a. Weckgeräte eingesetzt werden, die klingeln, wenn es zum Einnässen kommt. Dadurch lernen die Kinder, im richtigen Moment aufzuwachen und die Toilette aufzusuchen. In manchen Fällen ist auch der Einsatz eines Medikamentes angezeigt, das die nächtliche Urinproduktion unterdrückt.

Quelle: Gitta Jakob (www.psychiatrie.de)